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PM 01/2012 Hausmüllanalyse im Saale-Holzland-Kreis: knapp 100 kg Müll pro Einwohner
Am 23.01.2012 wurde im Landratsamt Eisenberg die im Jahr 2011 durchgeführte Hausmüllanalyse durch die Sabrowski-Hertrich-Consult GmbH vorgestellt.
Mehrere Tonnen Hausmüll (graue Tonne) aus unterschiedlichen Siedlungsstrukturtypen galt es dabei zu sortieren und zu wiegen. Ermittelt wurden die spezifischen Abfallmengen privater Haushalte und deren Zusammensetzung. Dabei fallen auf jeden Einwohner des Saale-Holzland-Kreises knapp 100 kg Müll pro Jahr, deutlich mehr in Wohnungsbau/ Plattenbauweise als bei Mehrfamilienhausbebauung oder in dörflicher Struktur. Den höchsten Anteil ergaben die Küchen- und Gartenabfälle mit durchschnittlich 37,8 % (3.244 t/a), wobei es auch hier deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Strukturtypen gab. Trotz einer relativ niedrigen Bioabfallfracht, im Vergleich zu Analysen anderer Gebiete, werden hier Handlungsmöglichkeiten gesehen. Denn ein Anfall von über 3.000 t/a organischer Reststoffe besitzt einen Energieinhalt von über 8.000 MWh.
Für den Abfallwirtschaftsbetrieb besonders interessant war die Aufschlüsselung des sogenanntem Entfrachtungspotenzial, d.h. die Mengen, welche als Fehlwürfe im Hausmüll gelandet sind, eigentlich aber getrennt gesammelt oder anderweitig genutzt werden können. Dazu gehören u.a. Papier und Pappe, Glas und Elektronikschrott. Das erschließbare Potenzial zur Hausmüllverringerung liegt im gesamten Saale-Holzland-Kreis bei 8,7 %. Kein Potenzial zur Müllverringerung liegt dabei in dörflich gewachsenen Strukturen vor. Hingegen sollten Bewohner aus „komplexer Wohnungsbebauung“ deutlich besser für das Thema Mülltrennung sensibilisiert werden. Die Ergebnisse bieten die Diskussionsgrundlage für das neue Kreislaufwirtschaftsabfallgesetz und dienen dazu, gezielte Maßnahmen zur Verringerung des Müllaufkommens anzuwenden.
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